Ende 2017 wurde ich zufällig auf Facebook auf eine neue Rennserie der Langdistanz Veteranen Michael Wacker und Vincent Mühletaler aufmerksam, die für Neueinsteiger im Juni diesen Jahres eine Veranstaltung quer durch die Alpen anboten, (http://www.adventurebikeracing.com).

Im ersten Augenblick sah ich eher die zu erklimmenden ca. 25.000 Höhenmeter über diverse Alpenpässe als die Strecke von ca. 1.600km als Herausforderung an, an der ich zunächst zu knabbern hatte. Aber nachdem ich 5min. darüber nachdachte war auch schon die Entscheidung getroffen, dieses Ding muß man einfach mal gefahren sein… nicht locker in zwei bis drei Wochen… nein, eher ambitioniert innerhalb einer Woche.

Also wurden bereits Anfang Januar entsprechende Tickets bei der Bahn für die Anreise nach Wien als auch bei der Lufthansa für den Rückflug von Nizza nach München gebucht.

Bezüglich der Ausrüstung für ein Radrennen über den Zeitraum von einer Woche hatte ich mich bereits 2016 entsprechend eingedeckt, ein robustes Gravelbike mit ordentlich zupackenden 160mm-Bremsscheiben und einer Lichtanlage mit Nabendynamo war demnach direkt vorhanden. Rollen wollte ich auf angenehmen 28mm-Reifen, die man mit rückenschonenden 6bar dennoch einigermaßen schnell bewegen kann … Ich hatte diese Rad bereits auf diversen Brevets auch über Schotterwege bewegt und war bislang davon nicht enttäuscht.

Natürlich kann man so eine Strecke auch mit einem schnittigen Rennrad mit 25mm dünnen Reifchen und einer klassischen Felgenbremse in Angriff nehmen. Aufgrund von sehr negativen Erfahrungen in den Alpen mit extrem unzuverlässigen Bremsleistungen bei Starkregen kam dies jedoch für mich persönlich nicht in Frage, schon gar nicht mit dem zusätzlichen schweren Gepäck. Ich bin lieber etwas langsamer mit einem robusten Setup unterwegs, als irgendwann mitten in der Nacht in den Alpen böse überrascht zu werden. Auch ist die entspannte Geometrie eines Gravelbikes eher für eine längere Tour geeignet, wenn man täglich mind. 200km im Sattel sitzt.

Nachdem also die Radentscheidung getroffen war ging es anschließend darum, die Packliste zu erstellen… was wird dringend benötigt, was ist entbehrlich… da ich nicht im Freien campieren wollte war bezüglich letzterem zumindest ein Schlafsack und Isomatte aufgrund Platz- und Gewichtsgründen entbehrlich. Lediglich auf ein Notfallbiwak für den worst case wollte ich nicht verzichten. In den Alpen kann es auch im Juni vor allem Nachts empfindlich kalt werden und wenn man (aus welchen Gründen auch immer) auf Hilfe angewiesen ist möchte man sich wenigstens in ein wetter- und wasserfestes Biwak kuscheln können.

Ich habe von den Dingen, die mir persönlich für eine Woche mit dem Rad in den Bergen wichtig sind ein kleines Video erstellt, Kommentare hierzu (sowohl negative als auch positive) sind gerne willkommen:

 

Die Vorfreude auf die Challenge steigerte sich somit von Woche zu Woche, je näher der Starttermin rückte… endlich war es Samstag, 09. Juni 2018 und ich nahm mein fertig gepacktes Equipment und fuhr mit dem Rad zum Münchner Hauptbahnhof.

München Hauptbahnhof

Gut 4h später stand ich bereits am Wiener Hbf und fuhr das kurze Stück durch die Innenstadt zum Café Velobis, hier fand die Einschreibung statt und ich lernte zum ersten mal meine Mitstreiter kennen. Es war dies ein bunt gewürfelter Haufen aus ganz Europa, einem Teilnehmer kam leider auf der Anreise nach Wien das Rad abhanden. Wie sowas passieren kann ist mir ein Rätsel, von 15 gemeldeten Teilnehmern war somit schon mal einer weniger dabei, am Ende standen zwölf hoch motivierte Radler am Start am Schloß Schönbrunn.

Frühstück mit dem passenden Namen ‚Alpencross‘ im Cafe Velobis, Wien

Start in Wien, Tage 1-2 (414km, 3.696Hm)

Punkt 16:00 Uhr ging es nach einer kurzen Einweisung durch die Veranstalter auch bereits los, zwei locals aus Wien lotsten uns die ersten 15km in der Gruppe durch den Wiener Feierabendverkehr, anschließend waren wir alle auf uns alleine gestellt.

Schon nach den ersten Kilometern teilte sich die Gruppe, viele Teilnehmer fuhren offenbar eher auf breiten Hauptstraßen. Ich hatte meine Route vorab bewußt mit kleinen Nebenstraßen und auf Radwegen geplant. Ich wollte die Veranstaltung auch in gewisser Weise genießen und mich nicht dem Streß vielbefahrener Straßen mit LKW’s, Autos und Motorrädern hingeben. Auf Hauptstraßen war ich somit eher frühmorgens und spätabends unterwegs…

Bis zu den ersten ‚richtigen‘ Alpenpässen war noch ein ganzes Stück Weg zurückzulegen, man kam somit am ersten Tag nicht an einer Nachfahrt vorbei. Aufgrund der Teilnahme an diversen längeren Brevets, 24h-Rennen in den letzten Jahren und Commutes im Winter komme ich mit Nachtfahrten und deren besonderen Anforderungen sehr gut zurecht. Wenn man dies nicht mag ist dies m.E. ein KO-Kriterium für die Teilnahme an derartigen Veranstaltungen oder man muß alternativ tagsüber sehr schnell fahren.

So ließen wir schnell die Wiener Vororte und die leckeren Heurigen Wirtschaften hinter uns und mit dem Semmering kam der erste nennenswerte Anstieg und die Dämmerung. Hier stellte ich zum ersten mal eine Manko der Routenplanung mit meinem bevorzugten Planungstool komoot fest, da dieses Tool offenbar gerne den direkten Weg im rechten Winkel zu den Höhenlinien berechnet. Der steilste Weg ist jedoch nicht immer der schnellste und so zogen direkt einige Teilnehmer an mir vorbei. Im weiteren Verlauf des Rennens habe ich somit öfters mal den Bildschirm meines Navis herausgezoomt und bin ebenfalls nicht mehr die direkte Linie gefahren.

Ich habe somit leider nachts von der schönen Steiermark nicht viel gesehen, aber bis auf einen Teilnehmer hat meines Wissens niemand die erste Nacht im Hotel verbracht, alle haben diesen ersten Tag bzw. die anschließende Nacht fürs ‚Kilometerfressen‘ genutzt. Im späteren Verlauf des Rennens sollte es aufgrund der diversen Pässe nicht mehr möglich sein, diese weiten täglichen Strecken zu schaffen.

Nach Sonnenaufgang und einem klasse Frühstück in einem netten Café empfing mich mit dem Katschberg eine der ekligsten Anstiege der gesamten Tour mit 15% Steigung über mehrere Kilometer, auch war die anschließende Abfahrt nicht zu genießen… viel zu steil und ich war zum ersten mal froh, auf einem Rad mit Bremsscheiben unterwegs zu sein. Vorbei an den Nockbergen fuhr ich durch Kärnten am Millstätter See vorbei hinauf bis Lienz in Osttirol.

Katschberg… mit einer 32er Kassette und schwerem Gepäck ein Quälerei

Kurz vor Lienz traf ich zufällig noch auf Maria und Jürgen, die mir auf dem Drauradweg auf ihrem Weg Richtung Slovenien entgegenkamen. Was für eine super Überraschung!!! Ich war nach einem Pizzastop gerade auf mein Rad gestiegen und wollte losfahren, als die beiden um die Ecke bogen… nach einem kurzen Tratsch ging es dann die letzten Kilometer weiter nach Lienz, wo ich in der Altstadt direkt ein nettes Hotel zum Übernachten fand.

 

Tag 3, Lienz-Meran (212km, 3.564Hm)

Nach einer kurzen Nacht in Lienz ging es direkt am nächsten früher Morgen den Drauradweg weiter Richtung Italien. Heute sollte mit dem Passo di Giau der erste Checkpoint erreicht werden. Ich hatte leider vergessen, im Hotel nach einem Lunchpaket zu fragen, so daß ich die ersten ca. 50km nüchtern überstehen mußte. Vor dem Abzweig nach Cortina fand ich nach Sonnenaufgang jedoch in Toblach ein einladend aussehendes Hotel, wo man auch als Nichtgast super früstücken konnte. Für den günstigen Preis von EUR 9,- konnte man sich hier am Buffet ausgiebig bedienen, und das tat ich dann auch… es war dies neben dem ‚Alpencross-Frühstück‘ im Wiener Café Velobis das beste Frühstück während der gesamten Fahrt und die längere Pause mit Blick auf die Dolomiten war es auf alle Fälle wert.

So frisch gestärkt war anschließend die Fahrt nach Cortina sehr kurzweilig und der Blick auf die Dolomiten atemberaubend. Nach einer kurzen Pause in Cortina und Auffüllen der Trinkflaschen hieß es dann, den Passo di Giau zu erklimmen. Von dieser Seite war der Anstieg ein Traum und je weiter man hochkam, umso besser wurde das Panorama. Oben angekommen kam dann auch der ‚Wow-Effekt‘, die Paßhöhe ist wohl mit das Schönste, was die Dolomiten für Radfahrer zu bieten haben.

Im unteren Drittel des Anstieg zum Giau traf ich Jacub, der sein Rad den Pass hochschob… ich fragte ihn, ob alles in Ordnung sei, sein Gesichtsausdruck ließ jedoch nichts Gutes vermuten. Im weiteren Verlauf des Rennens erfuhr ich dann, daß er noch an diesem Tag wieder nach Cortina zurückfuhr und das Rennen somit leider verletzungsbedingt aufgeben mußte…

Nach einer endlosen rasanten Abfahrt ging es anschließend über eine üble Rampe mit 16% Steigung des Passo Fedaia hinüber in das Fassatal. In Canazei fiel mir hier das Schild eines Würstelstandes auf, lecker Bratwurst mit fett Pommes waren der Lohn.

Rampe am Passo Fedaia

So ging es eine ganze Weile das Fassatal runter und hinter mir zogen bereits üble Gewitterwolken auf. Zum Glück blieben die bei der Fahrt über den Karerpass im Fassatal hängen und über den idyllischen Karersee und Welschnofen ging es erstmal wieder runter nach Bozen. Die Hauptstadt Südtirols erreichte ich leider nachmittags im üblen Berufsverkehr, also war die Stadt schnell in Richtung Meran verlassen angesagt. Ich hielt mich in Bozen nicht lange auf, war ich doch erst ein paar Wochen vorher im Rahmen eines Brevet schon mal hier gewesen.

Nicht vergessen zu erwähnen möchte ich den netten Wirt an der Tankstelle in Welschnofen, der mir nach zwei Milchkaffee und zwei Schokocroissants noch ein Marmeladencroissant mit den Worten spendierte ’nimm es, du kannst die Kalorien brauchen’… solche Typen mag ich, die sind einfach nur geil…

So ging es dann nach Bozen den wunderschönen Etschradweg nach Meran hinauf, kurz vor Meran fand ich dann auch eine nette kleine Pension für die Nacht. Der Wirt war völlig perplex als ich ihm sagte, daß ich morgens früh auf ein Frühstück verzichte und im Dunklen seine Pension wieder verlassen werde. Er war daraufhin so nett, mir ein Luchpaket mit drei leckeren Specksemmeln an das Rad zu hängen. So sollte ich zumindest entgegen dem Vortag nicht wieder mit leerem Magen in den Tag starten.

Schlummertrunk kurz vor Meran

 

Tag 4, Meran-Chur (200km, 3.495Hm)

Nachdem ich die Pension in Meran wieder sehr frühmorgens verlassen hatte wurde ich in einer Apfelplantage erstmal ordentlich abgeduscht, die Obstbauern lassen hier nachts die Sprinkleranlagen laufen… im nächsten Augenblick tauchte im Lichtkegel ein Hindernis auf… upps, ein ausgewachsener Schäferhund schaute mich an, offenbar der Wachhund der Plantage. Der interessierte sich jedoch zum Glück überhaupt nicht für mich… eher irritierend war dann ein paar 100m weiter ein verschlossenes Tor?!? Hä… ich konnte doch problemlos in die Plantage reinfahren, warum dann nicht auch wieder raus? Also im Dunklen gewendet, wieder an dem treudoof dreinschauenden Schäferhund vorbei und den nächsten Abzweig links genommen… nach ein paar 100m der gleiche Mist, ein verschlossenes Tor, zefixxx… wie kommt man aus diesem Labyrinth bitte wieder raus. Das Tor war zu hoch, um sein Rad dort drüberheben zu können. Also den ganzen Weg wieder zurück bis zu einer größeren Straße, auch hier gab es wieder ein Tor… diesmal zum Glück jedoch mit einem schmalen Durchgang für Fußgänger, auch das Rad paste hier durch… uff, erstmal tief ausatmen, es geht weiter… Ich habe dann während des frühen Vormittags erstmal die Radwege durch die Obstplantagen vermieden, tagsüber sind die Tore zum Glück alle offen, und bin zunächst auf der Bundesstraße Richtung Reschenpass weitergefahren.

gefangen in der Apfelplantage

 

nach der erfolgreichen Flucht aus der Apfelplantage

Als ich Prad vorbeifuhr dachte ich kurz darüber nach, einen kleinen Abstecher über das Stilfserjoch zu machen… neeeee, war’n Witz… ich bin natürlich außenrum über das Münstertal und den Ofenpass nach Zernez gefahren. Kurz vor der Schweizer Grenze fing es plötzlich an, wolkenbruchartig zu regnen… ich fing schon an, meine Regenklamotten anzuziehen, aber so schnell wie der Regen kam war er auch schon wieder weg.

Am Anstieg zum Ofenpass traf ich wieder auf Michal aus der Slowakei, den ich seit den ersten beiden Tagen in Österreich nicht mehr gesehen hatte. Wir sind dann gemeinsam den Ofenpass hinauf… Michal machte dort erstmal Pause, ich bin noch das Stück nach Zernez hinuntergefahren und habe mich dort in eine Pizzeria gesetzt. Es fing wieder an zu regnen und so kam die Pause ganz zur rechten Zeit.

mit Michal am Ofenpass

Nach der Ankunft im Ziel in Nizza erfuhr ich, daß sich Michal ein paar Tage später den Magen verdorben hatte und leider 200km vor dem Ziel aufgeben mußte…

Kurz hinter Zernez sollte dann neben dem Passo die Giau ein weiteres Highlight auf mich warten, der traumhafte Albulapass! Während ich dort Meter um Meter hochstrampelte hörte ich auf einmal hinter mir Jubel und Applaus, Michael und Vincent hatten mich mit ihrem Auto abgepaßt und schossen super Fotos während diesem anstrengenden Aufstieg. Nach einem kurzen Tratsch fuhren sie direkt weiter, um ein paar Höhenmeter weiter oben auch Michal noch zu interviewen, der mich zwischenzeitlich wieder ein- und überholte. Wir trafen uns dann beide wieder oben auf der Passhöhe und fuhren gemeinsam den Pass auf der anderen Seite Richtung Tiefencastel wieder hinunter. Die Abfahrt hinunter war eine der schönsten Strecken während der Tour, kreuzt doch auf waghalsigen Brückenkonstruktionen der Glacier Express und die Rhätische Bahn diese Strecke, ein Schweizer Bilderbuchpanorama wie aus dem Urlaubsprospekt!

Irgendwann spätabends kam ich dann am Hinterrhein an, einem von zwei Quellflüssen des Rheins… es war schon ziemlich spät und die Dunkelheit brach herein… kurz vor Bonaduz checkte ich meine booking.com App auf dem Smartphone, aber weit und breit gab es kein Hotel, ich war offenbar in einer Gegend in der Schweiz gelandet, die von Touristen eher weniger besucht wird. Also fragte ich auf der Straße eine Passanten nach einer Unterkunft und er rief mir zu, daß es 200m um die Ecke eine Bed+Breakfast Unterkunft gibt. So fuhr ich um die Ecke und da stand ein Haus so ähnlich wie die Villa Kunderbunt aus Pippi Langstrumpf… nach 2x klingeln öffnete mir ein junger Kerl, der sich als Steffen vorstellte, und schon war das Zimmer für die Nacht eingebucht. Das Zimmer war riesig, Steffen wohnte mit seiner Familie im ersten Stock der Villa Kunterbunt und vermietet die Zimmer im Erdgeschoss privat u.a. an so verrückte Radler wie mich… ich habe mich dort sofort wohl gefühlt, das Haus war total urig und hätte mit Steffens Familie auch gerne am nächsten Morgen noch gefrühstückt. Aber wie immer bei diesem Rennen mußte ich die Komfortzone, sprich das kuschelige Bett, rechtzeitig in der Früh verlassen.

Steffen gab mir übrigens noch den Tipp, sich in der Schweiz ein wenig mit Schweizer Franken auszustatten, auch wenn in der Regel der Euro akzeptiert wird… warum dieser Tipp jedoch goldrichtig war sollte sich schon direkt nächsten Morgen zeigen.

 

Tag 5, Chur-Sierre (203km, 3.123Hm)

In Erwartung der nächten Herausforderungen, sprich der Oberalp- und der Furkapass konnte ich die Nacht irgendwie nicht gut schlafen geschweige denn erstmal richtig einschlafen. Ich wälzte mich hin und her und irgendwann war es mir einfach zu doof… ich packte meine Sachen, suchte meine Taschenlampe, in der Scheune mein Rad und verließ Bonaduz noch vor Mitternacht. Allerdings hatte ich absolut keine Vorräte mehr in meinem Rucksack… wenn man gewohnt ist, daß die großen Tankstellenketten in Deutschland in der Regel rund um die Uhr mit Personal besetzt sind, wird man in der Schweiz eines besseren belehrt… ich freute mich über jedes Tankstellenschild Richtung Disentis, aber überall gab es nur Sprit für Autos, nicht für Radler… zefixx, woher bekommt man nun um diese Uhrzeit in der Schweiz etwas zu essen… irgendwann sass ich somit gefrustet an einer Tanke und wollte schon einfach auf dem Morgen warten als an einem kleinen Bahnhof die rote Leuchtreklame für einen Verpflegungsautomaten meine Aufmerksamkeit erregte… selecta war ab diesem Zeitpunkt meine beste Freundin und ja, selecta wollte nur Franken in Form von Bargeld… somit schloss sich der Kreis mit Steffen’s Tipp und die Auffahrt zum Oberalppass mit diversen Keksen und Schokoriegeln war gesichert.

selecta, ich liebe Dich… 🙂

Leider wurde während der Auffahrt zunehmend das Wetter schlechter und ich dachte mir, es sei vielleicht jetzt mal ein guter Zeitpunkt, die Wettervorhersage zu checken… um es deutlich zu sagen, es sah mies aus, ziemlich mies… aber was soll’s, umkehren war keine Option, Augen zu und durch… oben am Oberalppass angekommen goss es aus Kübeln und mit 4grad wurde es auch empfindlich kalt. Also alles angezogen was die Lenkerrolle und der Rucksack hergaben, dafür schleppt man ja schließlich auch alles mit… in Andermatt angekommen waren selbst die Gore Tex Handschuhe komplett durchgeweicht, auch hatten die Regenüberzieher der Schuhe keine Chance gegen die Wassermassen. Nach ca. 1h, zwei warmen Milchkaffee und einer heißen Schokolade ließ dann langsam das Zittern nach und die Lebensgeister kehrten zurück. Ich hatte ein großes Frühstück bestellt und auch alle vier Semmeln incl. sämtlicher Beläge weggeputzt.

am Furkapass, schon ziemlich weit oben

Nach dem Frühstück sah das Wetter in Andermatt leider keinen bißchen besser aus, aber gemäß der WetterApp sollte es Richtung Furkapass besser werden… also wieder raus in die Kälte und in der Suppe von Andermatt den Weg zum Furkapass gesucht… und oh Wunder, kaum war man aus Andermatt draußen hörte es auch schon auf zu regnen. Also erstmal anhalten und die ganzen Regenklamotten wieder ausziehen und verstauen. Es war ein ständiges An- und Ausziehen der Klamotten, mitunter wurde diese nervig…

Am Furkapass war der Regen zwischenzeitlich komplett verschwunden, dafür stürmte es nun gewaltig… dies war in diesem Fall sogar ausnahmsweis angenehm, da der Sturm den Pass hinauffegte. Leider habe ich auf dieser Seite des Furka von der beeindruckenden Bergkulisse nicht viel gesehen, es wurde zunehmend neblig… die Schneemassen am Straßenrand hoben sich kaum vom Nebel ab. Irgendwann oben angekommen hieß es dann gleich wieder, für die Abfahrt sämtliche Klamotten anzuziehen… die Abfahrt den Furkapass runter, am Rhonegletscher und dem Hotel Belvedere vorbei (James Bond Goldfinger von 1964 läßt grüßen) war aufgrund der Schmelzwassermassen nicht ungefährlich… ich fuhr vor allem die nassen Kurven äußerst bedächtig und bremste immer vor den Kurven ausreichend ab…

Im weiteren Verlauf das Rhonetal hinunter kamen mir plötzlich diverse Teambusse der Fahrradprofis entgegen und ich wollte mich schon in dem Hotel einer Profimannschaft einquartieren. Erst später checkte ich, daß die Profis im Rahmen der Tour de Suisse ebenfalls am gleichen Tag den Furkapass befuhren, offenbar war ich jedoch vor ihnen dort gewesen.

Irgendwann nach weiteren 2h das Rhonetal hinunter war ich vom starken Gegenwind jedoch so angefressen… ich kam einfach trotz Druck auf den Pedalen nicht voran und suchte mir in Sierre eine Unterkunft. Lieber bei solchen Bedingungen früh ins Hotel einchecken, früh schlafen und frühmorgens bei besserem Wetter weiterfahren…

 

Tag 6, Sierre-Saint Michel de Maurienne (229km, 2.851Hm)

Am sechsten Tag des Rennens quer durch die Alpen sollte es endlich Richtung Süden gehen… so stand dann auch frühmorgens gleich der beschwerliche Anstieg aus dem Rhonetal heraus auf die französische Seite Richtung Chamonix auf dem Programm. Ich hatte mir aus den Erfahrungen der letzten Tage jedoch reichlich Nüsse und Kekse eingepackt und ließ Martigny schon bald hinter mir. Der Ausblick vom Col de la Fourclaz auf die noch schlafende Stadt mit den blinkenden Lichtern war phänomenal… nach einer kurzen schnellen Abfahrt stand ich rechtzeitig zum Sonnenaufgang auch bereits an der französischen Grenze. Für die Grenzer offenbar viel zu früh, es war weit und breit kein Zöllner zu sehen. So ging es schnell noch den letzten Anstieg hoch und hinter einer Kuppe dann… bäääääämmm… stand auf einmal in voller Pracht das Mont Blanc Massiv vor mir. So ging es dann voll motiviert bei bestem Wetter immer den Mont Blanc im Blick ins erstbeste Frühstückscafe in Chamonix… am Mont Blanc konnte man sich einfach nicht sattsehen und mit etwas Wehmut verlies ich diesen traumhaften Flecken in den Alpen…

Blick auf das nächtliche Martigny

Hinter Chamonix führte mich mein Navi bzw. komoot zum ersten und einzigen mal auf einen komplett falschen Weg, eine Autobahn!!! Es gab nun leider kein Zurück mehr, bzw. ich hätte den ganzen Weg zurückradeln müssen… mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch fuhr ich somit auf dem Standstreifen schnellstmöglich bis zur nächsten Ausfahrt, zum Glück kam nicht noch ein Tunnel… auch gaben mir einige Autofahrer unmißverständliche Signale, daß ich da als Radfahrer nix verloren habe… an der Ausfahrt schaute ich in das verdutzte Gesicht eines Straßenarbeiters, der mich ebenfalls mit einem freundlichen ‚cest interdit‘ auf meinen Fauxpas aufmerksam machte. Ich gab ihm zu verstehen, daß ich nicht ganz freiwillig auf der Autobahn landete und er half mir anschließend mit Blick auf die Karte meines Smartphones, den richtigen Weg zu finden…

Mont Blanc, Chamonix

Irgendwann fand ich dann auch den richtigen Weg hoch nach Megeve und Albertville (hier fanden 1992 die olympischen Winterspiele statt) wieder runter und nach einer längeren öden Flachpassage entlang einer Bundesstraße mit viel Gegenwind (immerhin gab es wieder einen Standstreifen, diesmal sogar offiziell für Radfahrer) kam ich am Fuß des Col du Telegraphe an.

Obwohl es noch relativ früh am Tag war suchte ich mir in Saint Michel eine Unterkunft und bestellte mir erstmal eine große Portion Spaghetti… nach der langen Skisaison war ich mir nicht sicher, in dem Skiort Valloire hinter dem Col du Telegraphe eine Unterkunft zu finden, sämtliche Skiorte auf meiner bisher zurückgelegten Strecke waren alle verwaist.

just in dem Augenblick, als ich mich meiner Portion Spaghetti widmen wollte stand auf einmal Jan neben mir und grinste mich an… mit ihm hatte ich gar nicht gerechnet, war er doch gemäß der Trackingseite ein ganzes Stück weit hinter mir. Sein Tracker funktionierte jedoch offenbar nicht korrekt, er konnte meinen Standort sehen, ich jedoch nicht seinen… wir ratschten kurz miteinander und dann fuhr er auch schon weiter den Telegraphen hoch… ein taktisch kluger Schachzug des Slowaken, seinen Vorsprung sollte ich demnach bis zum Ziel in Nizza nicht mehr einholen.

 

Tag 7, Saint Michel de Maurienne-Nizza (287km, 5.114Hm)

am letzten Tag des Rennens sollten mit dem Col du Telegraph, dem Galibier, dem Col du Vars und dem Col de la Bonette alle harten ‚Klöppse‘ der französischen Alpen auf einmal auf dem Programm stehen, das Beste somit zum Schluß… im Nachhinein betrachtet wäre es ggf. gescheiter gewesen, den Telegraph wie Jan am Vortag noch zu erklimmen, Valloire war doch nicht so verschlafen wie ich es vermutete… zumindest gab es eine leckere Bäckerei, die morgens früh bereits frische Schokocroissants und Milchkaffee im Angebot hatte. Mit meinen Radklamotten fiel ich den Einheimischen sofort auf und da die Franzosen alle positiv radverrückt sind gab es nach meiner Aussage ‚oui, Col du Galibier‘ anerkennende Blicke…

frühmorgens am Col du Telegraph

Die Auffahrt zum Col du Galibier hielt allen Erwartungen, die man an diesen berühmten Pass der Tour de France hat, stand… es war einfach traumhaft… und da es relativ früh war war ich bis auf ein paar wenige Motorradfahrer völlig alleine unterwegs. Kurz vor der Passhöhe fiel mir ein Schild mit dem Hinweis auf eine Sennerei ins Auge… lecker Käse war zu diesem Zeitpunkt nicht die schlechteste Idee… leider wurde ich zunächst enttäuscht, da die Öffnungszeiten nicht meinem frühen Aufstehen entsprachen… aber da bereits ein Auto vor der Sennerei stand und die Tür offen war schaute ich einfach mal rein und auf ein freundliches ‚Bon Jour‘ schaute ein ebenfalls freundliches Gesicht der Verkäuferin um die Ecke… obwohl der Laden offiziell erst in einer Stunden öffnen sollte schnitt mir die nette Dame ein paar daumendicke Stücke von dem leckeren Käselaib ab, die ich sofort an Ort und Stelle genüßlich verdrückte… so gestärkt ging es die letzten 200 Höhenmeter bis zur Passhöhe des Galibier… nach dem obligatorischen Foto wurde erstmal ausgiebig das traumhafte Panorama genossen.

Die anschließende Abfahrt bis nach Briancon ließ erstmal die Bremsen glühen bevor es anschließend über den Col de Vars und den gleichnamigen Skiort direkt den nächsten Pass hochging.

Der Aufstieg nach Vars und dem anschließenden Pass ging sehr zäh voran, es mußte doch mal irgendwie eine längere Pause her… und ich war zu diesem Zeitpunkt noch sehr unentschlossen, was den weiteren Verlauf bis nach Nizza anging… sollte man den direkten weg über den mit knapp 2.800m hohen Col de la Bonette fahren oder doch lieber außen herum… aber die Entscheidung konnte noch vertagt werden, der entscheidende Abzweig war noch nicht gekommen.

Nach der schnellen Abfahrt den Col de Vars hinunter lachte mich mitten im Niergendwo das Schild einer Pizzeria an… es war dies eher eine Art Ranch oder Roadhouse an einer Kreuzung, davor stand ein dicker Truck und Kinderlachen war auch zu hören, hier mußte ich einfach eine Pause machen!

Nach einer Dose kühler Cola schaute ich mir erstmal in Ruhe die Karte an, es gab Pizzen in den Größen ’normal‘ und ‚grande’… und die ‚grande‘ war in der Tat ‚grande‘, ich schaffte trotz meinem erhöhten Kalorienbedarf nur die Hälfte. Als ich mit dem netten Wirt ins Gespräch kam und ihm sagte, daß ich noch nach Nizza wollte, packte er mir sofort die andere Hälfte in kleinen Scheiben in Alufolie ein… geil!!! Mit so einem Lunchpaket konnte die restliche Strecke bis ins Ziel in Angriff genommen werden.

In der Ortschaft Jausiers ein paar Kilometer weiter mußte ich dann auch endgültig eine Entscheidung treffen, wie das letzte Teilstück bis Nizza zu bewältigen ist… entweder die ‚direkte Linie‘ über den Col de la Bonette oder ‚außen herum‘ über den Col de la Cayolle… da auch der Cayolle nicht unbedingt zu den flacheren Pässen gehört und mit einem Umweg von ca. 40km verbunden war entschied ich mich am späten Nachmittag für den Bonette.

aber wann? zu Essen hatte ich Dank dem Pizzabäcker genug dabei, eine Unterkunft suchen und erst am nächsten morgen weiterradeln? war irgendwie auch Mist… also erstmal an einem Brunnen die Wasserflaschen aufgefüllt und nochmal 5min. drüber nachgedacht… nachdem ich auch die Wettervorhersage nochmal gecheckt hatte, ein Unwetter nachts in den Alpen auf knapp 2.800m Höhe braucht man nicht unbedingt, fiel die Entscheidung… jetzt oder nie!

nach 10min. Ausruhen an dem romantischen Brunnen ging es dann mit dem letzten Tageslicht den Bonette hoch und ich war bald von kompletter Dunkelheit umgeben. Es war zwar einen sternenklare Nacht, jedoch war der Mond nur eine dünne Sichel und leuchtete einem demnach nicht den Weg aus… nur das Plätschern diverser Bäche begleitete mich auf dem Weg nach oben zur Passhöhe. Bald tauchten die ersten Schneefelder am Straßenrand auf, ich mußte demnach bald oben sein… ich hatte die Höhenangabe auf meinem Navi bewußt ausgeschaltet, zu langsam wären sonst die Höhenmeter angezeigt worden, dies hätte mich demotiviert… es standen ohnehin alle 1km Schilder am Straßenrand, die zermürbend langsam immer weniger Kilometer zur Passhöhe anzeigten. Oben angekommen fühlte man sich wie immer so, als wäre der Aufstieg ein Kinderspiel gewesen, der Kopf vergisst schnell, sehr gut!!! Tagsüber wäre ich auch sicherlich noch den 2km Rundkurs um den Gipfel herumgefahren, dies wollte ich mir in kompletter Dunkelheit jedoch ersparen.

um Mitternacht am Col de la Bonette

Jetzt hieß es für die letzten 100km bis nach Nizza (ein Downhill von 2.800m bis auf Meereshöhe) alle Klamotten anzuziehen, die man dabei hat… und bloß nicht die Taschenlampe fallen lassen, sie wäre sofort auf Nimmerwiedersehen irgendwo hinuntergekullert und im Nichts verschwunden… es war mit 4grad relativ frisch dort oben und der Windchill bergab hätte einen erheblich auskühlen lassen.

Nachdem die gröbste Abfahrt direkt vom Gipfel erstmal hinter mir lag und man es rollen lassen konnte übermannte mich plötzlich die Müdigkeit und die Konzentration ließ erheblich nach… keine guten Voraussetzungen, im Dunklen weiterzufahren… ich suchte mir also im Schein meiner Lampe ein geeignetes Plätzchen hinter einer Mauer neben der Straße, schlüpfte mit allen Klamotten in den Biwaksack und schlief dort sofort ein… irgendetwas neben mir rauschte ziemlich laut, erst nachdem ich ca. 2h später wieder wach wurde checkte ich, direkt neben einem Wasserfall geschlafen zu haben… wie geil!!! Aber so wurde es nun schnell hell und nach ein paar ‚Hampelmännern‘ wurde mir auch wieder warm… erst jetzt erkannte ich, daß ich mich in einem wildromantischen Tal befand, das von einem Fluß durchflossen wurde, die weitere Abfahrt wurde somit auch ein Genuß für die Augen.

Nickerchen am Straßenrand

So fuhr ich im Morgenfrauen durch diverse verschlafene Dörfer bis ich irgendwann an einer geöffneten Bäckerei vorbeikam… neben mir waren nur ein paar Straßenarbeiter schon so früh wach und starteten mit frischen warmen Croissants in den Tag.

Langsam aber sicher wurde das Tal immer breiter, es wurde wärmer und ich konnte endlich die ganzen Klamotten der Nacht wieder ausziehen. Auch nahm der Verkehr wieder zu, Nizza mußte somit nicht mehr weit sein!!!

Am Ende des Tals fuhr ich weiter auf einem tollen Radweg entlang des Flusses und die ersten Vororte von Nizza tauchten auf, spätestens als ich am Stadion von Nizza, der Allianz Riviera (die kleine Schwester der Allianz Arena in München), vorbeifuhr bekam ich einen ‚moralischen‘, die super geile Tour sollte leider bald vorbei sein… am Flughafen von Nizza angekommen hieß es dann nur noch 6km die Strandpromenade entlangzurollen, seinen Gedanken an eine super Woche nachzugehen und am Ziel im Hafen von Nizza anzukommen.

Hier wartete auch schon Michael auf mich, schoß das obligatorische finisher Foto am Aussichtspunkt ‚I love Nice‘ und packte erstmal ein kühles Bier aus seiner Tasche… selten hat mir ein Bier so gut geschmeckt wie zu diesem Zeitpunkt.

am Ziel in Nizza

Somit ging eine extreme geile Woche mit einem erfolgreichen finish in Nizza zu Ende und ich werde hoffentlich auch in 2019 wieder an diesem Rennen teilnehmen können.

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Michael, Vinzent und Marcela für die super Organisation dieses Rennens, Ihr habt dies klasse gemacht!!!

 

Übersicht der kompletten Strecke

 

unter dem folgenden YouTube Link habe ich ein Video mit Eindrücken von dem Rennen abgelegt, leider leiden aufgrund der z.T. schlechten UMTS-Verbindung die Facebook Live Videos ein wenig an der Qualität, vielleicht sollte man zukünftig die Videos erst offline aufzeichnen und anschließend hochladen… again what learned

 

Teilnehmer und Ergebnis des 3Peaks Bike Race 2018

 

 

 

3Peaks Bike Race (Wien-Nizza)

10 thoughts on “3Peaks Bike Race (Wien-Nizza)

  • 23. Juni 2018 um 15:41
    Permalink

    Hi Schleichi,

    toll und detailliert geschrieben. Es war wirklich eine tolle Veranstaltung. Schönes Formar. Wenn‘s nächstes Jahr terminlich passt will ich gern wieder dabei sein.

    Hat mich gefreut, mit dir am Start zu quatschen. Und dein Dot war immer stete Mohrrübe für mich. Seit der ersten Nacht, wo ich schon früh meiner „durchgemachten“ Anreise Tribut zollte und bewusst schon früh biwakierte, bleb der Abstand relativ gleich. Unsere Tagesetappen waren relativ ähnlich. 🙂

    Deine Videos muss ich mir noch ansehen. 🙂

    Antworten
    • 23. Juni 2018 um 16:21
      Permalink

      Hi Torsten, vielen Dank für Deinen netten Kommentar… und stimmt, das Cafe Velobis bot sich super für einen entspannten Tratsch vor dem Start an, wenn es terminlich paßt möchte ich gerne auch in 2019 wieder an 3Peaks teilnehmen, die Veranstaltung und die Strecke sind klasse! Ggf. macht es Sinn, schon einen Tag vorher anzureisen, um ein bißchen ausgeruhter zu sein, muß ich 2019 mal schauen.

      Ich drücke Dir an dieser Stelle schon mal alle Daumen für TCR in gut einem Monat, ich werde Montag nach dem Start zum CP1 radeln und dort 1-2 Tage verbringen, vielleicht sehen wir uns dann schon wieder.

      Servus
      Schleichi

      Antworten
  • 26. Juni 2018 um 19:23
    Permalink

    Mensch Bernie,
    da wäre ich gerne dabei gewesen, wenn ich nicht selbst radeln müsste! 😉
    Respekt vor dieser Wahnsinnsleistung! Es fehlt noch die Koffer/Kartonaktion. *breitgrins*
    Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und werde wieder täglich mitverfolgen, wo Du gerade radelst.
    TRANQUILLE!

    Anja

    Antworten
    • 26. Juni 2018 um 21:48
      Permalink

      oh jaaaaa, die Koffer-/Kartonaktion muss unbedingt noch ergänzt werden, was für ein Mist… hat die Post das Monsterpaket wenigstens mittlerweile zurückgesendet?

      Die Tranquille Pizza war die beste Pizza während der ganzen Tour… und tres grande!!!

      Antworten
  • 25. August 2018 um 21:52
    Permalink

    Hi Bernd,
    Riesen-Tour, wunderschöne Aufnahmen, spannend geschrieben, tiefen-entspannter glücklicher Bernd im Video, insgesamt einfach nur WAHNSINN (im positiven Sinne). Ich bin echt stolz auf Dich. Freue mich schon auf Deine nächsten Toureninfos. Ach ja, Deine Packlist, das hat mich doch etwas irritiert: nur eine Unterhose für ne Woche???

    Antworten
    • 26. August 2018 um 04:14
      Permalink

      die Tour war ein Traum, das Wetter während der Woche passte jedoch auch perfekt… da dies eine Selbstversorger Tour war und man alles, was man braucht, auf dem Rad mitschleppt, ist weniger mehr. Von daher auch nur eine Unterhose zum Schlafen, auf dem Rad trägt man ohnehin keine… Würde man unter Radhosen noch Unterhosen tragen saugen sie sich mit Schweiss voll und reiben… somit wäre spät. nach 24h auf dem Rad die Tour vorbei… ich habe Nachts in Hotels übernachtet, da konnte man die Radklamotten täglich prima unter der Dusche waschen, die trocknen sehr schnell.

      Antworten
      • 26. August 2018 um 20:04
        Permalink

        Ohje, da bin ich ja voll ins Fettnäpfchen getreten. Sorry, Bernd. Meine Bemerkung war eigentlich gar nicht so ernst gemeint. Aber jetzt weiß ich wenigstens, was die Radsportler unter ihren Radhosen tragen… Ich finde Deine sportlichen Leistungen echt super und freue mich auf Deine neuen Beiträge. Wenn ich noch ein paar Tage jünger wäre, würde mir das auch gefallen. Aber ich alte Schachtel nur mit Elektro-Rad und hinten Stützräder.

        Antworten
        • 27. August 2018 um 08:01
          Permalink

          *hahaha*… die Radlerhosen sind extra so gebaut, ohne Nähte und so, dass man sich im Schritt nicht wund fährt… das ist mir einmal passiert, ist äußerst unangenehm… 🙂

          Antworten
  • 7. November 2018 um 23:27
    Permalink

    Klasse Bericht!!! Hatte ihn schon mal überflogen … und jetzt noch das Video angefangen .. hebe ich mir für morgen auf. Bekomme so richtig Lust mich so bald als möglich in das Abenteuer zu stürzen … Alles nur Männer bei der ersten Auflage … Hmmmhmmm …
    Deshalb hast du am letzten Tag nach dem Nickerchen neben dem Wasserfall wohl auch Entzugserscheinungen nach dem „schwachen“ Geschlecht gehabt??? Und von Morgenfrauen geträumt? Ahhhhahhaaaaa …
    Bin schon so gespannt auf die Fahrt … Werde mir deine Packliste noch ein paar Mal zu Gemüte führen. Ach ja, das Teilstück Wien … Richtung Südtirol kam mir irgendwie sehr bekannt vor … War im letzen Sommer auf Besuch in Wien bei meiner Tochter. Und Mami fährt logischerweise nicht mit Auto oder Zug … Semmering ging es mir in umgekehrter Richtung ähnlich. Nebel und ich die kürzeste Strecke gewählt… steil, steil, steil, Schotter und dann landete ich in einem Feld. Und den Katschberg hab ich mir erspart mit seinen megasteilen Rampen … bin von Gmünd kommend rechts ab und Richtung Nockberge und kam weiter nördlich wieder auf die Strecke.
    https://gabiwinck.wordpress.com/2018/07/11/free-sola-mit-dem-rennrad-von-suedtirol-nach-wien/
    LG Gabi

    Antworten
    • 8. November 2018 um 07:51
      Permalink

      Hi Gabi,

      3Peaks ist super, kannst Dich auf 2019 freuen… ist zwar physisch ziemlich fordernd, aber für den Kopf und die Seele ein absoluter Traum. Das Video ist aus Schnippseln von Facebook Live entstanden, daher auch manchmal die schlechte Qualität, aber sie spiegelt auch die Anstrengung wider. Und die knackigen Anstiege (vom Stelvio mal abgesehen) kommen immer zum Schluß, 2018 mit den Seealpen, 2019 mit den Pyrenäen… neben Dir hat sich auch eine Fahrerin aus Spanien angemeldet und es werden sicherlich noch einige mehr. 2018 war das Starterfeld ja noch ziemlich überschaubar, aber die Veranstaltung hat sich offenbar herumgesprochen.

      Kurz vor Nizza war ich dermaßen müde, ich bin nur noch neben der Straße und dem Wasserfall mit den kompletten Klamotten in den Biwaksack gefallen und sofort eingeschlafen, hatte nicht mal die Radschuhe ausgezogen. Aber so ist das halt bei einem Radrennen, eine Tour zur Entspannung ist das nicht.

      Deinen Artikel mit der Tour von Südtirol nach Wien muß ich auch mal lesen, der Semmering und der Katschberg waren anstiegsmäßig teilweise zum Kotzen. Ich habe nach all den Erfahrungen nun auf meinem Langstreckenrad die kleinstmögliche Übersetzung montiert, die es für Rennräder gibt, mag mich diese Rampen nicht mehr im ZickZack raufquälen. Man hat ja doch viel Gepäck dabei und das Rad ist ziemlich schwer. Die Nockberge waren ein zu großer Umweg, landschaftlich wären sie auf alle Fälle sehr reizvoll gewesen.

      Servus bis Juli 2019 im Café Velobis
      Bernd

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: