Ich wollte schon immer mal als Teilnehmer an einem 24h-Rennen teilnehmen (kannte dies bislang nur als Zuschauer bei den 24h Motorsportrennen am Nürburgring), bislang hatte sich jedoch noch nicht die Gelegenheit dazu ergeben. Anfang des Jahres traf ich zufällig Nik, unseren Fahrer vom letzten 24h Rennen in Kelheim, der dieses Jahr nicht teilnehmen konnte. Anschließend kurz mit unserem Teamcaptain Ippi den Fahrertausch abgestimmt und somit war ich dabei…

Ebbelwoi, Hals enei... Tratsch mit einem Frankfurter :-)
Ebbelwoi, Hals enei… Tratsch mit einem Frankfurter 🙂

Eine Woche vorher fand im Münchner Olympiapark das 24h MTB-Rennen statt und ich konnte kaum das kommende Wochenende abwarten. Da der Olympiapark quasi vor meiner Haustüre liegt wäre hier eine Teilnahme eigentlich auch mal angesagt…

Teammate Sebastian, mit insg. 10 Teilnahmen an 24h-Rennen (davon alleine acht in Kelheim) und somit ein sehr erfahrener Kamerad, gab mir eine Woche vor dem Rennen auch noch ein paar super Tipps auf den Weg, um nicht gleich bei der ersten Teilnahme vermeidbare Anfängerfehler zu machen.

So mietete Einzelfahrer Jürgen für uns alle einen großen Wohnwagen, den wir am Freitag nachmittag am alten Kanalhafen in Kelheim aufstellten und mit Ippi, Sven, Stefan, Rico und mir war das 5er-Seniorenteam somit komplett. Auch fuhren Clubmates in diversen anderen Teams (insg. waren 15 Teilnehmer/-innen von BMW Radsport in verschiedenen Teams und als Einzelfahrer am Start), die Stimmung sollte somit super werden.

Col de Stausacker
Col de Stausacker

Punkt 14:00 Uhr wurde am Samstag das Rennen gestartet, Ippi fuhr als Teamcaptain und Erfahrenster von uns die erste Runde. Wir verfolgten das Wechselkonzept 1:2:1:2:3:4:3:4:5:1:5:1:2:3:2:3… usw., d.h. es wurde nach jeder Runde (gut 16km) gewechselt, jedoch fuhr somit jeder nach einer Pause von ca. 1/2h insg. zwei Runden pro Einsatz. Man kann natürlich auch die Wechselzone auslassen und mehrere Runden fahren, wenn man mag und dies im Team abgestimmt wurde. Unsere Strategie ging jedoch am Ende perfekt auf und man konnte sich in der Nacht auch mal für 2h hinlegen (24h durchmachen ist nicht so mein Ding, man muß ja Sonntag nachmittag auch noch irgendwie und einigermaßen wach nach Hause kommen). Gegen Ende des Rennens fuhr dann jeder nochmal eine Runde und 6min. vor Schluß am Sonntag standen für unser Team 44 Runden und 720 gefahrene Kilometer auf der Uhr. Dies bedeutete für uns einen hervorragenden Platz 10 in der Seniorenwertung.

Anstieg zum Col de Stausacker...
Anstieg zum Col de Stausacker…

Viele Teilnehmer fahren offenbar ungern Nachts im Dunklen, ich fand vor allem diese Runden am prickelndsten, die Kühle und Ruhe der Nacht sind einzigartig. Nur das Rasseln der Kette, das Klicken der Schaltung und die Lichtkegel der Lampen machten die Nachtfahrten zum Genuß (ich fuhr mit einer leuchtstarken 1500 Lumen Lampe am Lenker und für den Notfall als Ersatz mit einer 700 Lumen Stirnlampe, beide Lampen zusammen leuchteten die Strecke perfekt aus…). Gutes Licht ist bei diesem Rennen auch sehr zu empfehlen, da riskante Schlüsselstellen zwar mit Scheinwerferbatterien sehr gut ausgeleuchtet sind, aber die dunklen und unbeleuchteten Schneisen im Wald z.T. sehr schnell gefahren werden (gute Fahrer kommen hier zur Altmühl runter auf knapp 70km/h).

nachts in der Wechselzone...
nachts in der Wechselzone…

Auch wenn meine persönlichen Rundenzeiten bei der ersten Teilnahme an dieser Veranstaltung noch über 30min. lagen war ich rundum zufrieden, einer Steigerung im nächsten Jahr und der einen oder anderen Runde unter der magischen 30min. Grenze sollte somit nichts im Wege stehen. Ich denke, daß ich die meiste Zeit an den beiden Anstiegen verloren habe, da können halt austrainierte 68kg Leichtgewichte im Gegensatz zum 86kg Monstern ihren Vorteil ausspielen… 🙂

Ich bin nach diesem Wochenende von dieser Veranstaltung voll angefixt und es wird sicherlich nicht die letzte Teilnahme gewesen sein. Vor allem das ‚Drumherum‘ mit dem Fahrerlager (wer auf Campingatmosphäre steht kommt voll auf seine Kosten), lustige Kontakte zu anderen Teams, die super volksfestähnliche Stimmung durch die Kelheimer Einwohner und die geile Strecke mit knackigen Anstiegen und schnellen Abfahrten machen die 24h von Kelheim aus meiner Sicht zu einem besonderen Erlebnis.

 

 

24h Rennen Kelheim

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