Das Transcontinental ist ein sog. unsupported Radrennen über ca. 4.000km quer durch Europa, das in 2017 nun zum fünften mal stattfand. Irgendwann Ende letzten Jahres kamen der finisher des TCRNo4 in 2016 Jürgen Knupe und ich auf die Idee, dieses Jahr das Rennen als Volunteer an einem der diversen Checkpoints aktiv zu unterstützen.

Nachdem die Route vom Veranstalter veröffentlicht wurde standen hierzu zwei Checkpoints zur Auswahl, die wir mit den Rädern aus München heraus ansteuern wollten, Schloss Lichtenstein in Baden-Württemberg oder Monte Grappa in Venetien.

Wir meldeten und somit offiziell als Volunteer Team auf der Homepage mit Schwerpunkt Monte Grappa an und waren ein paar Wochen vor Start des Rennens mehr als erfreut, von Juliana Buhring eine positive Nachricht auf unsere Bewerbung zu erhalten.

Nun wurden vom Sponsor des Checkpoint PEdAL ED nur noch die Zeiten unserer Volunteer Schichten festgelegt und wir konnten mit den Planungen für die Tour beginnen.

Neben Jürgen und mir als offizielle Volunteers schlossen sich auch noch Howard und Sven unserer Tour nach Venetien an.

 

Tag 1: von München über Kochel, Walchensee, Leutaschtal, Innsbruck, Brenner und das Etschtal nach Brixen (261km)

Pünktlich ging es morgens um 6:00 Uhr mit Jürgen Richtung Kochel los, wo wir uns mit Howard und Sven treffen wollten. Über die Kesselbergstraße und den Walchensee überquerten wir bei Mittenwald die Grenze nach Österreich ins Leutaschtal und nach einer rasanten Abfahrt ins Inntal gab es in Telfs den ersten leckeren Kuchen.

auf der alten Römerstraße Richtung Brenner…

Anschließend galt es, über Innsbruck und Aldrans die alte Römerstraße mit ca. 800hm zum Brennerpaß zu erklimmen, belohnt wird die Anstrengung mit einer super Abfahrt den Etschradweg hinunter bis Sterzing und Brixen.

keine Ahnung, wo das ist… aber sieht gut aus 🙂

 

Tag 2: von Brixen über Bozen und Trient nach Bassano di Grappa (237km)

Nach einem ausgiebigen Frühstück in einer zum Hotel umgebauten alten Burg oberhalb von Brixen wollten wir auf alle Fälle heute noch am Checkpoint am Monte Grappa ankommen.

lecker Kaffee und Kuchen am Etschradweg…

Mit Vollgas im Windschatten von Jürgen ging es wieder den Etschtalradweg hinunter bis nach Trient. Hier gab es auf dem historischen Marktplatz erstmal lecker Pizza zur Stärkung für den anschließenden Anstieg zum Lago di Caldonazzo.

lecker Pizza in Trient…
unsere BiBaBoshis in der Altstadt von Trient…

Über eine Hochebene und eine traumhafte Abfahrt vom Monte Cogolin nach Bassano del Grappa kamen wir Abends rechtzeitig vor der Dunkelheit in unserem Hotel an.

traumhafter Anstieg mit 17 Kehren…

 

Tag 3: Monte Grappa (48km)

Bevor wir offiziell als Volunteer die am Checkpoint ankommenden Fahrer registrierten hatten wir noch einen Tag zur freien Verfügung und nutzten diesen für einen Aufstieg zum Monte Grappa. Die Rampe über 1.530hm auf einer Länge von 16,8km hat es in sich und wir waren alle froh, diesen Anstieg entgegen der TCR-Teilnehmer ohne Gepäck fahren zu können.

Denkmal auf dem Monte Grappa für die dort im ersten Weltkrieg Gefallenen…

Oben auf dem Gipfel wird man mit einem traumhaften Blick in die Dolomiten und in die Ebene Richtung Venedig belohnt.

Den Monte Grappa wieder hinunter ging es eine episch lange Abfahrt über 27km, genau richtig für die Scheibenbremsen, mit denen wir alle unterwegs waren.

In der Nähe von Bassano del Grappa gab’s auch noch lecker Eis:

Erdbeerbecher de luxe…

 

Tag 4: vom Monte Grappa nach Belluno (70 km)

An unserem letzten Tag als Volunteer hatten wir morgens noch eine Schicht von 2:00 – 10:00 Uhr zu absolvieren, anschließend wollten wir den noch verbleibenden halben Tag nutzen, um noch ein Stück Richtung Norden nach Hause zu fahren. Aufgrund des nachwievor super Wetters war unsere Plan, auf der Fahrt nach Hause unbedingt den Glockner mitzunehmen. So buchten wir spontan eine nette Frühstückpension in der Altstadt von Belluno.

Abfahrt vom Checkpoint in Monte Grappa…

Tag 5: von Belluno nach Lienz (168km)

Über den traumhaft gelegenen Lago di Santa Caterina und dem anschließenden Anstieg über den Pass s’Antonio in den Nationalpark der drei Zinnen ging es über den Drauradweg entlang des gleichnamigen Flusses nach Lienz. Um uns für den kommenden Tag mit dem Anstieg zum Glockner noch ein paar Höhenmeter zu genehmigen buchten wir etwas näher an Heiligenblut gelegen in einem Landgasthof unsere Zimmer.

Howard, Jürgen und Sven am Lago di Santa Caterina…

Der Wirt war der Hammer und seit Spruch ist schon jetzt legendär ‚ein Bier ohne Alkohol ist wie eine Rad ohne Kette…‚ *hahaha*… außerdem war das Essen superlecker, hier kochte der Chef noch selbst. Auch das Frühstück war nicht das, was man normalerweise in einem Landgasthof erwartet.

 

Tag 6: von Lienz über den Glockner, Pass Thurn, Kitzbühel und Walchsee nach Oberaudorf am Inn (168km)

Der Blick morgen früh aus dem Fenster ließ auf einen traumhaften Tag über die Glockner Hochalpenstraße hoffen… und so war es auch, Bilder sagen mehr als Worte:

Blick auf den Glockner…

Nach der Abfahrt über den Pass Thurn erwischte uns in Kitzbühel das einzige kleine Unwetter während unserer Tour. Also erstmal das Gröbste in einer kleinen Bar mit Espresso abgewartet und dann ging es nach ca. 1h in dampfig nachlassenden Regen Richtung Walchsee. Irgendwann hörte der Regen auf und wir genossen in einem netten Sporthotel in Oberaudorf unsere Steaks und Weißbiere.

 

Tag : von Oberaudorf über das Winklstüberl nach Hause (123km)

Am letzten Tag unserer Tour wollten es sich Jürgen, Howard und Sven mit dem Sudelfeld nochmal geben, ich bin über das Inntal ‚außenherum‘ ins Winklstüberl gefahren und wir kamen fast zeitgleich zur ‚Kuchenaufnahme über 300gr‘ an…

Winklstüberl Fischbachau…

Anschließend fuhren wir auf verschiedenen Wegen nach Hause und hatten somit nach einer Woche insg. knapp 1.100km und gut 14.000 Höhenmeter auf dem Tacho.

 

 

 

 

 

Transcontinental No. 5 Volunteer Ride Monte Grappa

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